Ein Jahr im Zeichen
von Transformation und Innovation
Mit der Kommunikation der wichtigsten Massnahmen aus dem Effizienzprogramm EP 24 hat SWICA gleich zu Beginn des Jahres 2025 die wichtigsten Aufgaben in der Organisationsentwicklung abgesteckt. Die deutliche Reduktion der Anzahl Regionen und die damit verbundenen personellen Veränderungen sind bis zum Sommer abgeschlossen worden, ebenso der Wechsel im Präsidium des Verwaltungsrats. So konnte die Priorität anschliessend ganz auf die Vertriebssaison gelegt werden. Diese hat SWICA dank starkem Fokus auf den Eigenvertrieb wiederum erfolgreich abgeschlossen.
Dr. Reto Dahinden
CEO
Dr. Werner Kübler
Verwaltungsratspräsident
Sehr geehrte Damen und Herren
Das Gesundheitswesen bewegt die Menschen in der Schweiz. Egal, welche Umfrage zu den wichtigsten Herausforderungen oder grössten Sorgen man zur Hand nimmt, unsere Branche belegt nahezu immer Rang eins. Das ist eine Verpflichtung und grosse Verantwortung, die alle Akteure gleichermassen betrifft: die Politik genauso wie die medizinischen Dienstleister, die Forschung, die Industrie und nicht zuletzt die Krankenversicherer. Die Zeichen der Zeit sind mittlerweile von allen erkannt worden: Viele bedeutende Reformen sind bereits angestossen, andere – vor allem im Bereich der Digitalisierung – zeichnen sich für die nächsten Jahre schon sehr konkret ab. Entsprechend war 2025 für das Gesundheitswesen, aber auch für SWICA ein Jahr der Transformation.
Auf nationaler Ebene war das Ja der Stimmbevölkerung zur staatlichen e-ID ein wichtiger Schritt hin zu mehr Effizienz dank digitalisierter Abläufe im Gesundheitswesen. Das Gleiche gilt für den Entscheid des Bundesrats, das elektronische Gesundheitsdossier (E-GD) einzuführen und alle Leistungserbringer zur Mitarbeit zu verpflichten. Seitens Versicherer galt es, die Umstellung auf den Tardoc-Tarif und die ambulanten Pauschalen, aber auch auf den neuen Apothekentarif (LOA V) per 1. Januar 2026 vorzubereiten, um einen möglichst reibungslosen Wechsel garantieren zu können. Und im Hintergrund laufen bereits die Arbeiten für die grosse Umstellung auf die von der Stimmbevölkerung beschlossene einheitliche Finanzierung (EFAS) per 2028.
«Ein konstruktives Miteinander und der Anspruch, Prozesse durch Innovation zu verbessern, sind massgeblich für unsere Zusammenarbeit mit den Leistungserbringern im Gesundheitswesen.»
Dr. Werner Kübler
Verwaltungsratspräsident
Wir nehmen für uns in Anspruch, die Transformationen im Gesundheitswesen nicht nur mitzugehen, sondern auch aktiv mitzugestalten. Das bedingt zu zuallererst schlanke Strukturen und effiziente Abläufe im eigenen Haus. 2025 wurde in dieser Hinsicht ein grosser Schritt getan: Am 22. Januar kommunizierten wir die konkreten Massnahmen, die aus dem Effizienzprogramm EP 24 abgeleitet wurden. Vieles war zu diesem Zeitpunkt bereits vorbereitet, nun stand aber der grösste Schritt bevor: die Reduktion der Regionaldirektionen von acht auf fünf, verbunden mit dem Abbau von rund 30 Vollzeitstellen im mittleren und oberen Management. Diese Restrukturierung konnte bis zum Sommer erfolgreich abgeschlossen werden, bevor die neuen Strukturen und Teams in der Vertriebssaison reibungslos funktionieren mussten. Durch diese und weitere Effizienzmassnahmen konnten die Verwaltungskosten nachhaltig gesenkt werden. Es bleibt jedoch eine Daueraufgabe, sie auch in Zukunft tief zu halten und stets nach neuen Optimierungsmassnahmen zu suchen.
Zu den erfolgreichen Transformationen des vergangenen Jahres zählt auch die deutliche Stärkung des Eigenvertriebs. Die Auflösung der drei Beteiligungen an Vertriebs-Joint Ventures im Vorjahr brachte die grosse Herausforderung mit sich, jenen Teil an Versicherungsabschlüssen, den diese Kanäle beigesteuert hatten, durch Eigenleistung zu kompensieren. Das Ergebnis lässt sich sehen: SWICA konnte im Jahresvergleich erneut zulegen und darf 2026 mit rund 861 000 Grundversicherten in Angriff nehmen. Dass uns die Umstellung bereits in der ersten Saison so gut gelungen ist, ist ein schöner Erfolg und ein gutes Fundament für die Zukunft.
Wichtige Veränderungen fanden auch auf oberster Führungsebene statt. Im Juni wählten die SWICA-Delegierten aus der ganzen Schweiz Werner Kübler zum neuen Präsidenten der SWICA Gesundheitsorganisation. Mit dem Amtsantritt übernahm er automatisch auch das Verwaltungsratspräsidium. Sein Vorgänger Carlo Conti gab das Amt nach zehn Jahren aus statutarischen Gründen ab und wurde an der Delegiertenversammlung in Basel gebührend verabschiedet. Als Nachfolger von Casimir Platzer wurde zudem Beat Imhof, Präsident von GastroSuisse, neu in den Vereinsvorstand und somit auch in den Verwaltungsrat gewählt.
«Dass uns punkto Kundenzufriedenheit eine Differenzierung zu den Mitbewerbern gelingt, liegt insbesondere an unseren engagierten Mitarbeitenden.»
Dr. Reto Dahinden
CEO
Die angesprochene Transformation zeigte sich 2025 auch auf Branchenebene: Der Start des neuen Krankenversicherungsverbands prio.swiss per 1. Januar bedingte einige Anpassungen. SWICA hatte von Beginn weg den Anspruch, in der neuen Struktur engagiert mitzuarbeiten, um den Anliegen der Versicherten und Versicherer in Parlament und Bundesverwaltung mehr Gehör zu verschaffen. Um dies zu erreichen, braucht es eine deutlich aktivere Mitarbeit als noch in der Vorgängerorganisation. Die Wirkung ist jedoch klar erkennbar. Dass die Krankenversicherer nun endlich wieder mit einer starken Stimme auftreten, wurde in den vergangenen Monaten nicht nur in Bern positiv zur Kenntnis genommen.
Doch nicht allein betriebliche Überlegungen und politische Entscheidungen treiben die Veränderungen im Gesundheitswesen voran, auch technische Innovationen sind ein starker Motor. Das gilt insbesondere für die Digitalisierung und die vielen neuen Möglichkeiten, die die rasante Entwicklung von KI-Anwendungen mit sich bringen. SWICA will diese aktiv nutzen und hat 2025 in entsprechende Tools und Automatisierungen investiert – und gleichzeitig die Vorkehrungen zum Schutz sensibler Daten entsprechend verstärkt. Allen SWICA-Mitarbeitenden ist jedoch bewusst, dass der direkte, menschliche Kontakt zu den Versicherten der Königsweg bleibt. Für diese Nähe ist SWICA denn auch wieder vielfach ausgezeichnet worden. In den massgeblichen Umfragen zur Kundenzufriedenheit resultierte jeweils Rang 1. Im dicht regulierten Markt, in dem wir uns bewegen, ist das keine Selbstverständlichkeit, denn eine echte Differenzierung gegenüber den Mitbewerbern wird von Jahr zu Jahr anspruchsvoller. Dass sie gelingt, liegt insbesondere an unseren engagierten Mitarbeitenden, die auch in komplexen Situationen immer nach der besten Lösung für die Versicherten suchen.
Ein konstruktives Miteinander und der Anspruch, Prozesse durch Innovation zu verbessern, sind massgeblich für die Zusammenarbeit von SWICA mit den Leistungserbringern im Gesundheitswesen. 2025 konnten in verschiedenen Regionen neue Partnerschaften gestartet und bestehende Netzwerke gestärkt werden. Das resultierte nicht zuletzt in der Auszeichnung für Trio+, das gemeinsame Versorgungsnetzwerk von SWICA, dem Kantonsspital Winterthur (KSW) und Medbase mit dem Innovationspreis von Gesundheitsnetz 360°.
Mit der Überzeugung, dass die komplexen Problemstellungen im Schweizer Gesundheitswesen nur partnerschaftlich gelöst werden können, werden wir diesen erfolgreichen Weg auch 2026 konsequent weiterverfolgen.
Dr. Werner Kübler
Verwaltungsratspräsident
Dr. Reto Dahinden
CEO